Über mich

Ich bin eine tragebegeisterte, nähwütige und bekennend backsüchtige Mutter von 5 Kindern zwischen 16 und 1. Als sich Silvester 92/ 93 mein erster Sohn ankündigte, war mir klar: „ Den will ich tragen!“

Allerdings hatte ich noch keinen blassen Schimmer, wie. Das Krankenhaus verließ ich mit meinem, in eine große Decke gerollten und mit einem Bademantelgürtel verknoteten, Sohn. Dies war mein erstes „ Trageerlebnis“.

Einige Wochen später erwarb ich in einem der deutschen großen Kaufhäuser 4 Meter eines unscheinbaren Stoffes mit dem ich primitive Versionen der Kraxe und des Känguru’s band. Von Begriffen wie „diagonalelastisch“und „Kreuzköper“ hatte ich noch nie was gehört.

Bei meinem zweiten Sohn erbte ich ein Didymos- Tuch. Allerdings war das so kurz, dass nur die „Wiege“ oder der „Hüftsitz“ mögliche Bindevarianten waren. Deshalb war es auch nicht schlimm, dass ich das Tuch bei einer WG- Besichtigung vergaß und dort auch nie wieder abholte.

Als wiederum ein Jahr später meine Tochter das Licht der Welt erblickte, kaufte ich in einem indischen Teeladen zwei Webschals, die ich aneinander nähte und damit unseren Tragekomfort erheblich erhöhte.

Es folgten 8 „kleinkinderlose“ Jahre in denen ich meinen Koch,- und Backleidenschaften in diversen kleinen Café’s und Kneipen nachging, eine sinnlose Umschulung zur „Systemintegratorin“ hinter mich brachte, bis ich auf den tollsten Mann der Welt traf, der mir noch zwei zuckersüße Kinder schenkte.

Beim vierten Kind also bestellte ich mir mein erstes Didymos in ausreichender Länge für alle gängigen Bindeweisen. Bei diesem Kind blieb es noch bei einem Tuch. (Es war mir damals völlig unklar wofür man mehr als ein Tuch bräuchte....;-))

Erst beim letzten Kind bin ich , auch auf Grund der Tatsache, dass der Kleine die ersten 4 Monate im Tuch weiterlebte, auf mein heutiges SUT- Lieblingsforum gestoßen (www.stillen-und-tragen.de). Und damit endgültig in die Welt des Tragens und die damit verbundenen Möglichkeiten eingetaucht. Ich war sofort infiziert. Nachdem ich im Januar 08 meinen Clauwi- Trageschule- Grundkurs absolviert habe begann auch ziemlich schnell mein Einstieg in die Meitai- Näherei.

Obwohl mein letztes (?) Kind der Welt des Tragens bald entwachsen sein wird, fasziniert es mich nach wie vor und bleibend, wie viele Möglichkeiten es gibt seinem Kind eine guten und einfachen Start ins Leben zu ermöglichen. Immer in der Nähe und auf Augenhöhe mit seinen vertrauten Bezugspersonen. Ich bin überzeugt, dies ist einer der Grundpfeiler für ein stabiles „Selbst“ und für die Entwicklung eines gesunden UR- Vertrauens.

Zwischen meinen letzten beiden Söhnen habe ich eine Ausbildung zur Kundaliniyogalehrerin (nach Yogi Bhajan) absolviert. Momentan befinde ich mich in der Fachausbildung zur Geburtsvorbereiterin und Yogalehrerin für Schwangere. Wenn ich diese Ausbildung abgeschlossen habe und im Mai meinen Aufbaukurs der Clauwi- Trageschule vollzogen habe, möchte ich als Yogalehrerin und Trageberaterin (werdende) Mütter unterstützen vor und nach der Geburt ihres Kindes ihren eigenen und den Bedürfnissen ihres Babys bestmöglichst nachzukommen.

Ich wünsche mir für ALLE Frauen, dass sie eine selbstbewusste, selbstbestimmte, entspannte und schöne Schwangerschaft und Geburt erleben und im Anschluss daran die Beziehung zu ihrem Baby ebenso sorglos, selbstbewusst, entspannt und innig genießen können.